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Streifenbildung in den Versuchsfeldern

Das Frühjahr 2018  mit einer Niederschlagssumme von 42,8mm im Mai und Juni war extrem trocken. Der Weizen konnte durch die in 35 cm Tiefe liegenden Tropfschläuche bei einer zugeführten Wassermenge von 4,5 mm täglich, nicht ausreichend bewässert werden. In diesen beiden Monaten lag die Summe der KWB bei -189,3. Die Bewässerung konnte somit die Verdunstung nicht ausreichend ausgleichen. Das hatte zur Folge, dass der Weizen der unmittelbar über den Tropfschläuchen wächst das zur Verfügung gestellte Wasser komplett aufnimmt und die vom Schlauch etwa 30 cm entfernteren Pflanzen nicht  ausreichend Wasser aufnehmen konnten. Daraus resultiert die hier dargestellte Streifenbildung.


Auch bei den Sojabohnen ist eine Streifenbildung zu erkennen. Nach Felduntersuchung vor Ort konnte festgestellt werden, dass im Gegensatz zum Winterweizen die von Wurzeln fest umschlungenen Tropfschläuche unterhalb der gelblichen Streifen im Sojabohnenfeld liegen. Die Ursache für diesen umgekehrten Effekt der Bewässerung ist noch nicht genau definiert. Dieser Effekt könnte jedoch mit dem Pflanzentyp der Sojabohne (Leguminose) zu tun haben. Zu untersuchen ist, ob die vermehrte Bewässerung die sojaspezifischen Knöllchenbakterien die die Pflanze über die Wurzeln mit pflanzenverfügbarem Stickstoff versorgen, beeinträchtigt. Nach der Ernte des Winterweizens Mitte Juli kann den Sojabohnen mehr Wasser zugeführt werden. Die tägliche Wassermenge von nun 6 mm pro Tag können die durchschnittliche ET0 von 5,16 mm pro Tag ausgleichen und den Bodenvorrat etwas auffüllen.